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Sahara Reise 1984

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Karte

Hier ist unsere Reiseroute. Eigentlich wollten wir ins Air-Gebirge im nördlichen Niger, wir haben aber das Visum nicht rechzeitig bekommen und in Algerien hat uns dann der Mut verlassen, die Weiterfahrt zu wagen

Hanomag 4 KB

Dies war unser Fahrzeug: ein Hanomag AL-28, gekauft vom Technischen Hilfswerk. Das Dach hatten wir zum Sonnenschutz weiß gestrichen. Innen haben wir einen absenkbaren Tisch eingebaut, um eine durchgehende Schlaffläche zwischen den Sitzbänken zu haben. Zusätzlich installierten wir einen Gaskocher und eine Wasserversorgung mit Spüle und Schlauchdusche.

 

Reisetagebuch:

11.4.84: Ulm

16.00 Abfahrt in Ulm
18.40: Grenzübergang in die Schweiz: Zöllner:"Wo wollen Sie hin?" "Nach Algerien." Zöllner:"Mit dem Gerät do?! Mutig, mutig!"

17.4.84: Mit der Fähre von Almeria nach Mellila übergesetzt. An der Grenze nach Marokko 5 1/2 Stunden gewartet.

18.4.84: Endlich in Algerien. An der Grenze haben die Zöllner unsere Gummibärchen-Vorräte entdeckt: Haribo macht Kinder froh, und Algeriens Zöllner ebenso!

19.4.84: Tlemcen

MoscheeNachtlager bei der Moscheeruine El Mansourah bei Tlemcen

Schafherde

20.4.84: Erster Defekt am Auto: die Tür des Kofferaufbaus geht nicht auf. Schloss ausgebaut, wieder eingebaut, alles roger.

22.4.84: Laghouat: Peugeot 504 gerammt, weiter so!

23.4.84: Ghardaia

Am MarktDie sagenumwobene Stadt der Mozabiten mit ihrem berühmten Marktplatz.

Markt

25.4.84: Zelfane: Um 12.00 wollten wir im Thermalbad schwimmen gehen. Wer war schon da? Rotel-Tours! Deutsche im Rudel.

26.4.84: Hassi Messaoud, das Erdölzentrum Algeriens. Eigentlich war das Fotografieren verboten.Bei Nacht Aber es hat halt so schön ausgesehen - insbesondere bei Nacht.


28.4.84: Auf der Straße nach Deb-Deb im Grand Erg Oriental entlang der libyschen Grenze. Wunderschöne Dünen und Sand, Sand, Sand.

Düne

Fuck the Hanomag! (mit Zwillingsbereifung hinten) 5x eingesandet. Harte Arbeit, Männer! Dafür einen Peugeot 504 aus dem Sand gezogen.

Hanomag30.4.84: Geschafft! Aus dem Dünengebiet draußen! Reifen wieder auf Normaldruck aufgepumpt.

3.5.84: Wellblech bis Illizi, aber kein Sand mehr. Auf ins Plateau de Fadnoun!

5.5.84: Die Kiste springt nicht mehr an: Glühkerze defekt. Abstieg vom Tassili nach Zaouatallaz.

6.5.84: Djanet

Auto gründlich überholt, getankt, Felsbilder angeschaut.Gravur

10.5.84: Piste Abzweig Amguid-Tamanrasset. Mit vier Belgiern in 2CV's Richtung Tam.



12.5.84: Tamanrasset

Ankunft in Tam. Alles repariert: 2 Reifen, die Glühkerze gewechselt, die Karre springt wieder tadellos an!

16.5.84: Angekommen im Paradies - Plateau d'Assekrem mit Sonnenaufgang am nächsten Morgen.

17.5.84: Zum Illamene gefahren, traumhaft. Steile, steinige Piste, aber da ist der Hanomag in seinem Element. Absolut keine Probleme.

18.5.84: Abschied vom Hoggar über Hirhafok auf die N1 und ab nach Norden.

21.5.84: Nach In Salah Aufstieg aufs Plateau de Tademait. Super-GAU!! Kugellager des Keilriemens der Wasserpumpe zerfallen. Nach 2 Stunden Suche im schwarzen Gestein alle Teile wiedergefunden, aber das Kugellager ist hin. Wir reparieren das Ganze mit dem Kugellager des Vorverdichters. Ohne Kompressor kann man fahren, aber nicht ohne Wasserpumpe!

25.5.84: Über El Golea und Ghardaia wieder nach Laghouat. Hier gibt's sogar das richtige Kugellager für unsere Wasserpumpe.

29.5.84: Algier

Algier, eine französische Stadt in Afrika. Lediglich die Kasbah erinnert an die Araber.

1.6.84: Wir verlassen Algerien wieder Richtung Marokko.

2.6.84: Zurück in Almeria.

6.6.84: Nach 11160 km Strasse und 2197 l verfahrenem Diesel ist die Reise in die Wüste in Ulm wieder zu Ende. Leider!