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Hier ist unsere Reiseroute. Eigentlich wollten wir ins Air-Gebirge im nördlichen Niger, wir haben aber das Visum nicht rechzeitig bekommen und in Algerien hat uns dann der Mut verlassen, die Weiterfahrt zu wagen
Dies war unser Fahrzeug: ein Hanomag AL-28, gekauft vom Technischen Hilfswerk. Das Dach hatten wir zum Sonnenschutz weiß gestrichen. Innen haben wir einen absenkbaren Tisch eingebaut, um eine durchgehende Schlaffläche zwischen den Sitzbänken zu haben. Zusätzlich installierten wir einen Gaskocher und eine Wasserversorgung mit Spüle und Schlauchdusche.
16.00 Abfahrt in Ulm
18.40: Grenzübergang in die Schweiz: Zöllner:"Wo wollen Sie hin?"
"Nach Algerien." Zöllner:"Mit dem Gerät do?! Mutig,
mutig!"
17.4.84: Mit der Fähre von Almeria nach Mellila übergesetzt. An der Grenze nach Marokko 5 1/2 Stunden gewartet.
18.4.84: Endlich in Algerien. An der Grenze haben die Zöllner unsere Gummibärchen-Vorräte entdeckt: Haribo macht Kinder froh, und Algeriens Zöllner ebenso!
Nachtlager bei der Moscheeruine El
Mansourah bei Tlemcen
20.4.84: Erster Defekt am Auto: die Tür des Kofferaufbaus geht nicht auf. Schloss ausgebaut, wieder eingebaut, alles roger.
22.4.84: Laghouat: Peugeot 504 gerammt, weiter so!
Die sagenumwobene Stadt der Mozabiten mit ihrem
berühmten Marktplatz.
25.4.84: Zelfane: Um 12.00 wollten wir im Thermalbad schwimmen gehen. Wer war schon da? Rotel-Tours! Deutsche im Rudel.
26.4.84: Hassi Messaoud, das Erdölzentrum Algeriens. Eigentlich war
das Fotografieren verboten.
Aber es hat halt so
schön ausgesehen - insbesondere bei Nacht.
28.4.84: Auf der Straße nach Deb-Deb im Grand Erg Oriental entlang
der libyschen Grenze. Wunderschöne Dünen und Sand, Sand, Sand.
Fuck the Hanomag! (mit Zwillingsbereifung hinten) 5x eingesandet. Harte Arbeit, Männer! Dafür einen Peugeot 504 aus dem Sand gezogen.
30.4.84: Geschafft! Aus dem Dünengebiet
draußen! Reifen wieder auf Normaldruck aufgepumpt.
3.5.84: Wellblech bis Illizi, aber kein Sand mehr. Auf ins Plateau de Fadnoun!
5.5.84: Die Kiste springt nicht mehr an: Glühkerze defekt. Abstieg vom Tassili nach Zaouatallaz.
Auto gründlich überholt, getankt, Felsbilder angeschaut.
10.5.84: Piste Abzweig Amguid-Tamanrasset. Mit vier Belgiern in 2CV's Richtung Tam.
Ankunft in Tam. Alles repariert: 2 Reifen, die Glühkerze gewechselt, die Karre springt wieder tadellos an!
16.5.84: Angekommen im Paradies - Plateau d'Assekrem mit Sonnenaufgang
am nächsten Morgen.
17.5.84: Zum Illamene gefahren, traumhaft. Steile, steinige Piste, aber da
ist der Hanomag in seinem Element.
Absolut keine Probleme.
18.5.84: Abschied vom Hoggar über Hirhafok auf die N1 und ab nach Norden.
21.5.84: Nach In Salah Aufstieg aufs Plateau de Tademait. Super-GAU!! Kugellager des Keilriemens der Wasserpumpe zerfallen. Nach 2 Stunden Suche im schwarzen Gestein alle Teile wiedergefunden, aber das Kugellager ist hin. Wir reparieren das Ganze mit dem Kugellager des Vorverdichters. Ohne Kompressor kann man fahren, aber nicht ohne Wasserpumpe!
25.5.84: Über El Golea und Ghardaia wieder nach Laghouat.
Hier gibt's sogar das richtige Kugellager für unsere Wasserpumpe.
Algier, eine französische Stadt in Afrika. Lediglich die
Kasbah erinnert an die Araber.
1.6.84: Wir verlassen Algerien wieder Richtung Marokko.
2.6.84: Zurück in Almeria.
6.6.84: Nach 11160 km Strasse und 2197 l verfahrenem Diesel ist die Reise in die Wüste in Ulm wieder zu Ende. Leider!